Landesverband
donum vitae in
Baden-Württemberg e.V.
Friedrichstr. 3
69117 Heidelberg
Tel. 062 21 / 43 40 282

Spendenkonto:
Bank für Sozialwirtschaft
BIC: BFSW DE 33 STG
IBAN:
DE11 60120500 0001717400

Sie sind hier: Aktuell > Presse

Presse

Esslinger Zeitung, 5.9.11

Weniger minderjährige Mütter
Im vergangenen Jahr 363 Mütter unter 18 Jahren

Stuttgart (lsw) - Schule, Hausaufgaben, Windeln wechseln: Die Zahl minderjähriger Mütter ist in Baden-Württemberg auf einen Tiefstand gefallen. Im vergangenen Jahr seien 363 Mütter unter 18 Jahren gezählt worden, berichtete das Statistische Bundesamt. Zu Beginn des Jahrzehnts waren noch mehr als 600 Minderjährige Mütter geworden.

Mit einem Anteil von lediglich 0,4 Prozent sei Baden-Württemberg das Bundesland mit den wenigsten Müttern unter 18 Jahren. In Sachsen-Anhalt liege der Anteil bei 1,4 Prozent mehr als dreimal so hoch. „Vor einigen Jahren gab es noch eine ziemliche Steigerung von Teenagerschwangerschaften“, beschreibt Antje Schmidtke, Geschäftsführerin des Landesverbands donum vitae. „Doch in den letzten fünf Jahren gingen die Zahlen immer wieder zurück.“ Eine erste Anlaufstelle für werdende Mütter sind die Schwangerschaftsberatungsstellen. Einen Ansprechpartner speziell für Minderjährige gebe es zwar nicht. Doch die Berater gingen individuell auf die Situation der Frau ein, um gemeinsam Zukunftsperspektiven aufzuzeigen, betont Isabella Biesten von der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart (eva), einer der fünf Beratungsstellen in der Landeshauptstadt. Zahlreiche Gruppen und Kurse sowie Mutter-Kind-Heime böten schwangeren Mädchen Unterstützung. Doch Biesten sieht auch Ausbaumöglichkeiten. „Gerade bei Minderjährigen muss man immer gucken, wohin sie gut passen“, gibt die Beraterin zu Bedenken und hofft, dass das Angebot speziell für junge Eltern erweitert werde. Mit Ausnahme des Sozialdienstes katholischer Frauen stellt jede der Stuttgarter Beratungsstellen auch den für einen Schwangerschaftsabbruch benötigten Beratungsschein aus. „Wir beraten ergebnisoffen“, versichert Biesten. 2010 wurden rund 4 Prozent der Abtreibungen in Baden-Württemberg bei Frauen unter 18 Jahren vorgenommen. Damit es nicht so weit kommen muss, wird das Thema auch in Schulen immer präsenter. Präventionsprogramme sollen aufklären und dazu beitragen, dass noch weniger junge Frauen von einer Schwangerschaft überrascht werden.

„Robobabys“ und Adoption

In Freiburg besucht donum vitae mit sogenannten Robobabys Schulklassen. Die Puppen werden von Schülern für einige Tage „adoptiert“ und umsorgt. „Die jungen Menschen lernen somit verantwortungsvoll mit Kindern umzugehen“, erklärt Schmidtke das Ziel des Projekts.

Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) hingegen nimmt sich des Themas Adoption an. Mit einer kostenlosen Unterrichtsmappe wolle die Zentrale Adoptionsstelle beim KVJS-Landesjugendamt informieren und mit dem Vorurteil von den „Rabenmüttern“ aufräumen, erklärt eine Sprecherin.

Der sinkende Anteil minderjähriger Mütter sei jedoch kein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen, betont Schmidtke. „Wir müssen die Entwicklung weiter im Blick behalten.“

Schwarzwälder Bote 28.3.2011

Kreis Rottweil

Steigende Nöte bei jungen Familien

Der Jahresbericht der Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle donum vitae zeigt, dass das Beratungsangebot genutzt wird. Auffallend ist eine starke Zunahme der allgemeinen Schwangerenberatungen. Der Verein wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Dabei handelt es sich überwiegend um Klientinnen, die sich für das Kind entschieden haben, aber durch die Schwangerschaft auf Hilfe angewiesen sind. Im vergangenen Jahr waren es 108 (Vorjahr: 86) Erstkontakte mit 121 (2009: 111) Folgegesprächen. Dies zeige laut donum vitae deutlich die steigenden Nöte, in die junge Familien durch Kinder geraten, aber auch den hohen Bedarf an Beratung, Hilfe und Begleitung rund um Schwangerschaft und Geburt. ... Zum Artikel


Pressemitteilung

Stuttgart, 31. Januar 2011

donum vitae-Landesverband freut sich über Caritas-Journalistenpreis an SWR-Autorin

Film „Schwanger und verzweifelt“ zeigt die Bedeutung der Beratungsarbeit vor, während und nach Pränataldiagnostik

Wenn am Mittwochabend in dieser Woche der Caritas-Journalistenpreis 2010 an die SWR-Autorin Irene Klünder verliehen wird, dann freut sich darüber auch der Landesverband von donum vitae in Baden-Württemberg. Der Grund: Der Film der SWR-Autorin „Schwanger und verzweifelt“ wurde unter anderem mit den Beraterinnen der donum vitae- Beratungsstellen in Freudenstadt und Horb gedreht. Anlass war das 10jährige Jubiläum des Landesverbandes im vergangenen Jahr.

„Wir gratulieren Irene Klünder ganz herzlich zu dieser Auszeichnung“, sagte die Landesvorsitzende Angela Schmid am Montag in Stuttgart. „Wir freuen uns mit der Autorin darüber, dass es ihrem Film gelungen ist, die beiden schwierigen Themen „Pränataldiagnostik“ und „Leben mit einem behinderten Kind“ ebenso sachlich wie einfühlsam aufzubereiten“. Diese Dokumentation unterstreiche außerdem die so wichtige Begleitung von schwangeren Frauen und Paaren durch erfahrene Beraterinnen in einer für sie sehr schweren Zeit, so Schmid weiter.

Zwischen Dezember 2009 und Februar 2010 war die Filmautorin Irene Klünder insgesamt zehn Tage mit ihrem Kamerateam im Landkreis Freudenstadt unterwegs. Eigentlich wollte sie einen Film machen, in dem es um schwangere Frauen und ihr Ringen um eine Entscheidung für oder gegen das Leben ihres Kindes gehen sollte; das 10jährige Bestehen des Vereins donum vitae in Baden-Württemberg im Jahr 2010 gab ihr dazu den Anlass. Doch mit Beginn der Dreharbeiten änderte sich der Fokus; Irene Klünder lernte Familie Dominick und Familie Geiger kennen, beide wurden von donum-vitae-Beraterinnen aus Freudenstadt und Horb begleitet. Und beide Familien hatten sich für die Geburt ihrer Kinder entschieden, wohl wissend, dass es ganz besondere Kinder sein würden: Kinder mit der Diagnose „Hydrocephalus“, umgangssprachlich „Wasserkopf“.

Bereits während der Dreharbeiten sagte die erfahrene SWR- Autorin selbst über ihren Film, dass diese Dokumentation ihr selbst ganz nahe gehe. Für sie sei es ein besonderer Film von dem sie glaube und hoffe, „dass er der Wahrheit, dem Existentiellen, ganz nahe kommt“. Ein „Nachdenken mit dem Herzen“, das wünschte sich Irene Klünder von den Zuschauern. Angela Schmid ist sich sicher, dass dies gelungen sei. „Sie haben dazu beigetragen, dass ein gesellschaftlich wie politisch schwieriges Thema ein Stück weiter in den Vordergrund gerückt sei“, so Schmid. „Dafür sagen nicht nur wir bei donum vitae danke, sondern mit Sicherheit sehr viele Betroffene, schwangere Frauen ebenso wie Beraterinnen verschiedenster Verbände und Einrichtungen“.

Der Film „Schwanger und verzweifelt - Familien vor der Entscheidung“ wurde am 14. März 2010 zum ersten Mal ausgestrahlt, er lief in der ARD-Sendereihe „Gott und die Welt“.

Kontaktdaten: donum vitae in Baden-Württemberg e.V. Landesgeschäftsführerin Antje Schmidtke
Friedrichstraße 37
70174 Stuttgart
0711 – 3 00 00 35
www.donumvitae-bw.de
schmidtke@donum-vitae-stuttgart.de

Pressemeldungen des Bundesverbandes


Rezensionen zum Theaterstück "Maria"